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Bio feat herkömmliche Reinigungsmittel – lohnt sich der Umstieg?

Kategorie: Ratgeber | 05.07.2021

Titelbild Bio feat herkömmliche Reinigungsmittel – lohnt sich der Umstieg?
  1. Der Nachteil von konventionellen Reinigungsmitteln
  2. Welche Risiken gehen von Erdöl-Tensiden aus und welche Bio-Alternativen gibt es?
  3. Welche Risiken gehen von Enthärtern aus und welche Bio-Alternativen gibt es?
  4. Welche Risiken gehen von Duftstoffen aus und welche Bio-Alternativen gibt es?
  5. Welche Risiken gehen von Konservierungsstoffen aus und welche Bio-Alternativen gibt es?
  6. Welche Risiken gehen von Desinfektionsmitteln aus und welche Bio-Alternativen gibt es?
  7. Welche Bio-Siegel gibt es und welche Bedeutung besitzen sie?
  8. Exkurs: Nachhaltiges Putzen mittels Luffa-Schwamm und Baumwolltuch
  9. Die korrekte Anwendung von Bio-Reinigern – Manchmal ist weniger mehr
  10. Der Einsatz von Haushaltsmitteln zur Reinigung
  11. Fazit zum Einsatz von Bio-Reinigern
  12. FAQ zu Bio-Reinigern und umweltschonenden Alternativen2

In einer Vielzahl von Haushalten sieht es unterhalb der Spüle wie ein Chemie-Baukasten aus. Die Aufschriften oxi, power oder multi verzieren grelle Plastikflaschen und garantieren strahlende Reinigungsergebnisse. Doch um welchen Preis? Hier erfahren Sie warum es sich lohnt von konventionellen Putzmitteln auf Bio-Reiniger umzusteigen und wie konventionelle Haushaltsmittel bei der Reinigung Ihres Wohnraums helfen können.

1. Der Nachteil von konventionellen Reinigungsmitteln

In herkömmlichen Reinigungsmitteln sind eine Vielzahl an Stoffen enthalten, die nicht nur der Umwelt, sondern auch der Gesundheit schaden. Konventionelle Reinigungsmittel haben alle eine Gemeinsamkeit: Sie verschmutzen die Gewässer, da sie nur schwer biologisch abbaubar sind. Des Weiteren gehen von jedem Inhaltsstoff unterschiedliche Risiken hervor:

  • Erdöl-Tenside • Enthärter

2. Welche Risiken gehen von Erdöl-Tensiden aus und welche Bio-Alternativen gibt es?

Erdöl-Tenside stellen waschaktive Substanzen dar, die für das Lösen von fettigen Verschmutzungen geeignet sind. Wie der Name bereits verräte, bestehen Erdöl-Tenside aus dem Rohstoff Erdöl, welches nicht nachwächst. Der Einsatz belastet entsprechend die Umwelt. Des Weiteren ist der Einsatz von Erdöl-Tensiden gesundheitlich bedenklich. 

Es besteht die Gefahr, dass Schleimhäute sowie die Haut austrocknet. Außerdem werden sowohl Haut als auch Schleimhäute für allergische Reaktionen sowie für Ausschläge anfälliger. Bioreiniger enthalte anstelle von Erdöl-Tensiden Tenside auf der Basis von Pflanzen. Diese Stoffe werden nachhaltig produziert und sind hautverträglicher.

3. Welche Risiken gehen von Enthärtern aus und welche Bio-Alternativen gibt es?

Es sind Enthärter in den konventionellen Reinigungsmitteln vorhanden, welche die Tenside in ihrer Waschleistung unterstützen sollen. Dabei kommen in herkömmlichen Reinigern neben Phosphonat, EDTA, NTA sowie Polycarboxylat insbesondere Phosphat zum Einsatz. Vor allem Phospaht führt zur Überdünnung und damit zum Umkippen von Gewässern.

In Bioreinigern sind Enthärter vorhanden, die weniger umweltschädlich sind. Hierzu zählen bspw. Zeolith A, Silikate sowie Citrat. Aber auch Polyasparaginsäure wird gerne verwendet. Polyasparaginsäure ist zwar biologisch gut abbaubar, wird aber aus Erdöl hergestellt.

4. Welche Risiken gehen von Duftstoffen aus und welche Bio-Alternativen gibt es?

In konventionellen Reinigungsmitteln sind synthetische Duftstoffe enthalten. Diese haben natürlich keinen Einfluss auf die Reinigungswirkung. Duftstoffe werden als potenziell allergieauslösend eingestuft. 26 der eingesetzten Duftstoffe werden sogar als hochallergen eingestuft. In Bio-Reinigern sind entweder natürliche oder aber auch gar keine Duftstoffe enthalten. 

Aber auch natürliche Duftstoffe, beispielsweise der Duftstoff der Limone, können allergisch wirken. Am besten ist man verzichtet ganz auf Duftstoffe. Insbesondere Allergiker sollten auf Duftstoffe in Reinigern komplett verzichten.

5. Welche Risiken gehen von Konservierungsstoffen aus und welche Bio-Alternativen gibt es?

In konventionellen Reinigungsmitteln werden synthethische Konservierungsstoffe zur Verlängerung der Haltbarkeit eingesetzt. Eine Vielzahl von den eingesetzten Konservierungsstoffen wird als gesundheitsschädlich eingestuft. Hierzu zählt insbesondere Formaldehyd. Dieser kann Allergien hervorrufen und zu Asthma, Kopfschmerzen, Schleimhautentzündungen sowie Übelkeit führen. 

Außerdem wird Formaldehyd als krebserregend eingestuft. In Bioreiniger werden keine künstlichen Konservierungsstoffe eingesetzt. Hierzu werden natürliche Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Alkohol, Milch- oder Zitronensäure eingesetzt. Auch diese Mittel machen den Reiniger haltbarer.

6. Welche Risiken gehen von Desinfektionsmitteln aus und welche Bio-Alternativen gibt es?

In konventionellen Reinigungsmitteln sind ebenso Desinfektionsmittel vorhanden. Diese gewährleisten einen Haushalt, der frei von Keimen ist. Hört sich besser an, als es in Wirklichkeit ist, denn Desinfektionsmittel beseitigen auch unbedenkliche Keime, welche zur Stärkung der Abwehrsysteme führen würden. 

Des Weiteren werden auch nicht alle Keime abgetötet, wodurch diese gegen Desinfektionsmittel eine Resistenz ausbilden. Später werden die Keime durch diese Entwicklung schwieriger zu bekämpfen. Triclosan ist beispielsweise ein Desinfektionsmittel, welches in konventionellen Reinigungsmitteln eingesetzt wird. Es wird vermutet, dass Triclosan den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringt und krebserregend auf den menschlichen Organismus wirkt. In Bio Reinigern sind keine Desinfektionsmittel enthalten. 

Es wird auch dringend geraten, Desinfektionsmittel nur dann einzusetzen, wenn jemand im Haushalt akut erkrankt ist.

Verkalkte Armatur in einem Bad vor dem Einzug

Alternative Reinigungsmittel gegen Kalk und Flecken

"Der Fleck muss weg - egal wie!" So oder so ähnlich denkt doch jeder. Aber hier findet schon seit längerem ein Umdenken statt. Immer mehr Menschen sind sich dessen bewusst, dass sie im Kleinen anfangen müssen um im Großen etwas zu bewirken. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein rücken daher mehr denn je in den Fokus. Und das ist gut so!

7. Welche Bio-Siegel gibt es und welche Bedeutung besitzen sie?

Sie sind erfreulicherweise nicht auf den Einsatz von konventionellen Reinigungsmitteln zur Säuberung Ihrer Wohnung angewiesen. Es stehen in den Drogerien Reiniger zur Verfügung, welche den ökologischen Aspekten eine hohe Bedeutung zuschreiben. Um dies kenntlich zu machen, wurden Bio-Siegel eingeführt. Dabei gibt es verschiedene Bio-Siegel, die verschiedene Eigenschaften bewerten.

  • "Ecocert bzw. Eco Garantie": Besitzen Reiniger diesen Bio-Siegel, heißt es, dass nahezu alle Rohstoffe auf nachwachsenden Quellen basieren. Diese sind nicht nur gut abbaubar, sondern werden auch ohne den Einsatz von Gentechnik hergestellt.
  • "Hase mit schützender Hand bzw. Leaping Bunny": Dieser Bio-Siegel gewährleistet, dass sowohl bei der Forschung als auch bei der Entwicklung keine Versuche an Tieren durchgeführt wurden.
  • "EU-Umweltzeichen": Dieser Bio-Siegel sagt aus, dass die Bio-Reiniger im Vergleich zu konventionellen Reinigungsmitteln viel umweltschonender sind.
  • "Veganblume": Bio-Reiniger, die mit diesem Siegel versehen sind, besitzen keine Inhaltsstoffen tierischen Ursprungs.

8. Exkurs: Nachhaltiges Putzen mittels Luffa-Schwamm und Baumwolltuch

Nicht nur mit den Reinigungsmitteln, sondern auch mit dem Reinigungswerkzeug kann umweltverträglich gereinigt werden – Durch den Einsatz von Luffa-Schwämmen und Baumwolltüchern. Luffa-Schwämme und Baumwolltücher eignen sich deshalb so sehr zum umweltverträglichen Putzen, weil sie aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden. 

Achten Sie beim Einsatz von Luffa-Schwämmen darauf, dass diese von Aquakultur-Farmen hergestellt wurden, welche speziell zur Züchtung von diesen angelegt werden. Würden Sie Luffa-Schwämme verwenden, die auf natürliche Art und Weise geerntet wurden, würden Sie einem intakten Ökosystem Schaden zufügen. 

Schwämme und Tücher, die schmutzig sind, können in der Waschmaschine bei 60 °C gewaschen und mehrere Male wiederverwendet werden.

9. Die korrekte Anwendung von Bio-Reinigern – Manchmal ist weniger mehr

Im Vergleich zu herkömmlichen Reinigungsmitteln enthalten Bio-Reiniger auf jeden Fall viel weniger umweltschädigende Inhaltsstoffe. Allerdings sind diese auch nicht vollkommen unbedenklich für unsere Umwelt. Das liegt daran, dass auch Bio-Reiniger ohne umweltschädliche Inhaltsstoffe nicht ganz auskommen. Wer umweltfreundlich sein möchte, sollte deshalb auch Bio- Reiniger sorgfältig einsetzen.

Das bezieht sich nicht nur auf die Dosierung der Bio-Reiniger, sondern auch auf die Vielfalt der gelagerten Reinigungsmittel. In der Regel reichen nur drei Produkte vollkommen zur Reinigung des Haushalts aus:

  • Allzweckreiniger: Mit Allzweckreinigern werden Oberflächen sowie Fußböden wieder sauber. Auch zum Putzen der Fenster kann Allzweckreiniger eingesetzt werden. Hierzu muss lediglich ein Lederlappen in Verbindung mit dem Allzweckreiniger verwendet werden.
  • Scheuermilch: Verkrustete und hartnäckige Verschmutzungen lassen sich entweder mittels Scheuerpulver oder Scheuermilch entfernen.
  • Säurehaltige Reiniger: Sind Kalkablagerungen in der Küche oder im Bad vorhanden, empfiehlt es sich säurehaltige Reiniger zu verwenden. Mit säurehaltigen Reinigern kann selbst Urinstein auf der Toilette beseitigt werden. Säurehaltige Reiniger sollten jedoch nicht auf Kork oder Marmor eingesetzt werden.

Wenn bei den Reinigungsmittel sich lediglich auf diese drei Bio-Reiniger beschränkt wird, wird nicht nur eine Menge Platz gespart, sondern auch eine Menge an Plastikmüll. Somit hat man der Umwelt sowie dem Geldbeutel etwas Gutes getan.

10. Der Einsatz von Haushaltsmitteln zur Reinigung

Nicht jeder Fleck und nicht jede Verschmutzung macht den Einsatz von Reinigungsmittel notwendig, welches industriell hergestellt wurde. Auch mit Hausmitteln lassen sich alltägliche Verschmutzungen beseitigen. Hausmittel sind im Vergleich zu Bio-Reiniger noch umweltfreundlicher. Außerdem kosten Hausmittel auch weniger.

Soda bzw. Backpulver eignet sich bspw. Hervorragend in der Küche, um fettigen Schmutz zu beseitigen. Ein Reinigungsmittel kann folgender weise hergestellt werden:

  • Geben Sie in ein Eimer ca. 1 L warmes Wasser
  • Dem Wasser setzen Sie eins oder zwei Esslöffel Soda oder Backpulver zu
  • Die Mischung rühren Sie bis sich das Soda oder Backpulver vollständig aufgelöst hat
  • Nehmen Sie die Lösung in Verbindung mit einem Schwamm oder einem Tuch, um die Reinigung von fettigen Flächen durchzuführen

Zitronensäure bzw. Essig können in der Küche sowie im Bad gegen Kalkflecken helfen. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Geben Sie in ein Eimer ca. 1 L warmes Wasser
  • Dem Wasser setzen Sie drei Esslöffel Soda Zitronensäure oder einen Esslöffel Essig zu
  • Mit Reinigungsmittel tränken Sie einen Lappen und wischen die Kalkflecken damit ab
  • Anschließend warten Sie ca. 20 Minuten bis das Reinigungsmittel einwirkt
  • Nun waschen Sie den Lappen mit klarem Wasser ab und wischen erneut über die Kalkflecken

Hinweis: Sind die Kalkflecken sehr hartnäckig, können Sie die Dosierung der Zitronensäure bzw. des Essigs verdoppeln.

Hat sich auf dem Herd bzw. dem Ofenblech verkrusteter Schmutz abgelegt, kann dies durch den Einsatz von reinem Sodapulver entfernt werden. Die Wirkung von Sodapulver ist vergleichbar mit der Wirkung von Scheuermittel. Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  • Es wird die Menge Sodapulver auf den verkrusteten Fleck gegeben, welche notwendig ist, um den verkrusteten Fleck vollständig zu bedecken
  • Anschließend wird ein Schwamm leicht angefeuchtet
  • Mit dem Schwamm wird die Verkrustung abgerieben. Reiben Sie solange bis sich die Verkrustung vollständig löst

Vorsicht: Es sollte kein Essig mit Soda oder Backpulver vermischt werden, den bei dieser Mischtung entsteht eine kohlendioxidhaltige sowie sprudelnde Lösung.

11. Fazit zum Einsatz von Bio-Reinigern

Für die Gesundheit, die Umwelt sowie für den Schrank – Eine Vielzahl an sehr guten Gründen sprechen für den Einsatz von Bio-Reinigern sowie Hausmitteln beim Putzen. Die riesige Menge an bunten Flaschen können in jedem Haushalt durch lediglich drei grundlegende Bio-Reiniger ersetzt werden. 

Unter anderem zählen hierzu Allzweckreiniger, Scheuermittel, säurehaltige Reiniger. Mit diesen drei Bio-Reinigern kann der Schmutz beseitigt werden, während kein einziger Chemie- Reiniger zum Einsatz kommen muss.

12. FAQ zu Bio-Reinigern und umweltschonenden Alternativen

Frage 1: Gibt es umweltfreundliche Materialien aus denen PET-Flaschen hergestellt werden?

Antwort 1: Rezyklat ist ein Material aus dem PET-Flaschen hergestellt werden können. Das Material besteht zu 100 % aus Altplastik, welches zu 100 % recyclebar ist. Das Material ist wiederverwendbar, leicht sowie bruchsicher.

Frage 2: Was ist bei möglichst hoher Bio-Qualität zu beachten?

Antwort 2: Neben den Inhaltsstoffen, muss auch auf die Verpackung sowie die Produktionsprozesse und auf vieles weiteres geachtet werden, damit die Bio-Qualität möglichst hoch ist.

Frage 3: Gibt es vegane Bio-Reiniger?

Antwort 3: Unter den Bio-Reinigern sind auch Produkte vorhanden, die keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten. Produkte, die mit dem Bio-Siegel Veganblume gekennzeichnet sind, fallen in diese Kategorie.

Frage 4: Gibt es tierversuchsfreie Produkte?

Antwort 4: Es sind Unternehmen verfügbar, die sich das Tierwohl zu Herzen nehmen. Diese bieten auch Produkte an, die frei von tierischen Inhaltsstoffen sind. Des Weiteren werden die Produkte von diesen Herstellern auch nicht an Tieren probiert. Laut § 7a (4) TierSchG) sind Tierversuche zur Entwicklung von Reinigungs- und Waschmittel auch in Deutschland verboten. 

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, achtet darauf, dass Produkte mit dem Bio-Siegel "Hase mit schützender Hand bzw. Leaping Bunny" versehen sind. Es können sämtliche Inhaltstoffe von Reinigungsmitteln jedoch irgendwann einmal an einem Tier getestet worden sein. Das kann der Hersteller des Reinigungsmittels, welcher die Inhaltsstoffe nicht selbst herstellt nicht genau wissen. 

Bevor Inhaltsstoffe auf den Markt gebracht werden, muss laut der EU-Gesetzgebung bzw. REACH-Verordnung auf Unbedenklichkeit bzgl. der menschlichen Haut sowie der Umwelt getestet werden. Aus diesem Grund kann kein Hersteller garantieren, dass so sorgfältig er einen umwelt- sowie hautschonenden Rohstoff aussucht, dieser in der Vergangenheit auch nicht an Tieren getestet wurde. 

Der Hersteller selbst kann nur für sein Produkt garantieren, dass es nicht an Tieren getestet wurde. In einigen Ländern schreibt das Gesetz vor, dass Produkte vor einer Zulassung an Tieren getestet werden müssen. Produkte, die vorgeben, dass keine tierischen Versuche mit ihnen durchgeführt wurden, sollten in diesen Ländern nicht erhältlich sein.

Frage 5: Wird in Bio-Reinigern Mikroplastik eingesetzt?

Antwort 5: Einen Bio-Siegel, welches angibt ob Mikroplastik enthalten ist, gibt es nicht direkt. Der Bio-Siegel Ecocert bzw. Eco Garantie gibt an, dass die verwendeten Inhaltsstoffe biologisch gut abbaubar sind. Und das EU-Umweltzeichen gibt an, dass die Produkte im Vergleich zu konventionellen Produkten viel umweltschonender sind. 

Bei beiden Bio-Siegeln kann also davon ausgegangen werden, dass kein Mikroplastik enthalten ist. Mikroplastik darf jedoch nicht mit synthetischen Polymeren gleichgesetzt werden. Synthetische Polymere sind wasserlöslich, dass heißt sie es erfolgt eine Absorbtion in der Kläranlage. Für Gewässer stellen diese also keine Gefahr dar. Synthetische Polymere kommen bspw. 

Als PVP (Farbübertragungsinhibator) in Bio-Reinigern vor. Dieser schützt die Farben vor einem Verblassen. Eine pflanzliche Alternative ist derzeit nicht bekannt.

Frage 6: Wird in Bio-Reinigern Palmöl eingesetzt?

Antwort 6: Eine umweltfreundliche Alternative zu erdölbasierten Tensiden stellt Palmöl oder Kokosöl dar. Wichtig ist dabei, dass diese aus einem nachhaltigen Anbau stammen. Nachhaltiger Anbau findet häufig in Europa statt. Es wird im Prinzip kein Palmöl, sondern Palmkernöl eingesetzt. Das ist ein Abfallprodukt vom Palmöl. 

Palmkernöl wird durch ein letztes Pressen hergestellt. Für Lebensmittel ist dies nicht mehr brauchbar. Aber es eignet sich hervorragend, um daraus Tenside, welche waschaktive Substanzen darstellen, herzustellen. Palmkernöl ist aber aus einigen Gründen auch nicht optimal, weshalb an Tensiden auf Basis von Oliven, Sonnenblumen, Raps sowie Flachs geforscht wird. 

Die Tenside werden nicht von heute auf morgen ersetzt werden können, doch die Bemühungen der Industrie laufen.



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