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Albtraum Raucherwohnung: Die fachgerechte Beseitigung von Nikotinablagerungen

Kategorie: Ratgeber | 04.07.2022

Mr. Cleaner Ratgeber Blog: Alptraum Raucherwohnung - Die fachgerechte Beseitigung von Nikotinablagerungen
  1. Hartnäckigkeit von Nikotinflecken
  2. Nikotinsperre, Isolierfarbe und Sperrgrundierung mit giftigen Lösemitteln
  3. Einsatz von Ozongeräten bei der Renovierung von Raucherwohnungen
  4. Die Entfernung von Zigarettengeruch aus Bodenbelägen
  5. Wie bei einer Raucherwohnung vorzugehen ist
  6. Wie läuft die Nikotinreinigung ab?
  7. Wie erfolgt die Geruchsneutralisierung
  8. Die Ozonreinigung
  9. Polster, Fenster, glatte Oberflächen sowie Türrahmen reinigen
  10. Türen und Fenster wieder wie neu machen
  11. Wie werden die Flächen von Türen, Fenster und Heizkörper berechnet?
  12. Wie wird die vom Nikotin zu befreiende Fläche berechnet?
  13. Ist es möglich, Wände und Decken in einer Raucherwohnung mit normaler Dispersionsfarbe zu streichen?

Eine Raucherwohnung und der damit verbundene Rauchgeruch bzw. Nikotingeruch stellt für Immobilienverwalter, Immobilienbesitzer sowie für Angehörige der Raucherwohnung regelrecht ein Albtraum dar.

Durch die Ablagerung von Nikotin werden die Tapeten einer Raucherwohnung vollkommen verfärbt, ursprünglich weiße Gegenstände, wie zum Beispiel Fenster, Türen oder Heizkörper, werden gelb und selbst die Grundfarbe der Fliesen im Bad ist kaum mehr zu erkennen. Doch die Nikotinablagerung stellt nicht nur optisch ein Albtraum dar, sondern auch der extrem stechende Geruch nach kaltem Rauch sowie Nikotin, welcher sich bis in die kleinste Ecke verbreitet und hartnäckig verbleibt, ist sehr unangenehm. Stehen Sie vor diesem riesigen Konflikt und wissen nicht mehr weiter?

Wenn in einer Wohnung über mehrere Jahre hinweg geraucht wird, setzt sich auf allen Oberflächen ein gelber Belag ab. Diese Ablagerungen sehen nicht nur unwiderstehlich aus, sondern sind krebserregend. Deshalb gehören die Nikotinablagerungen fachgerecht und professionell beseitigt sowie bekämpft. Das ist auch im Interesse von Immobilienbesitzern, denn die Nikotinablagerung stellt einen erheblichen Schaden dar, welcher den Wert der Wohnung erheblich reduziert.

1. Hartnäckigkeit von Nikotinflecken

Die Verunreinigungen in den Raucherwohnungen besitzen eine Hartnäckigkeit, die den Renovierenden nicht nur viel Zeit und Geld, sondern auch eine Menge Nerven kostet. Zwischen Vermietern und Mietern kommt es deshalb auch häufig zu Konflikten, welcher in vielen Fällen vor Gericht landet. Sowohl Vermieter als auch Mieter glauben häufig beim Ausziehen, dass Sie beim Renovieren sämtliche Pflichten erfüllt haben. Die Wohnung scheint genauso frisch wie beim ersten Einzug auszusehen, als auch zu riechen.

Es dauert jedoch nicht lange, bis die Verfärbungen durch den Nikotin in der Form von Streifen, Flecken sowie Schlieren durch die neue Farbe hervorstehen. Oft sehen die Flecken sogar weitaus schlimmer aus als vorher. Da Tapeten bzw. Dispersionsspachtel anders als Putz, welcher hydraulisch (durch Zuführung von Wasser) aushärtet, nämlich durch Verdunstung, können Nikotinflecken auch neue Tapeten bzw. Dispersionsspachtel durchstoßen. Verdunstet das Wasser, trägt es die färbenden und wasserlöslichen Schadstoffe bis an die Oberfläche. Es kann mehrere Wochen bis zu Monaten dauern, bis die Verfärbungen wieder auftreten. Das ist ärgerlich für jene Personen, die damit gerechnet hatten, dass das Problem beseitigt war.

Tipp
Nikotin sowie weitere Schadstoffe können nur in Untergründe einziehen, die offenporig sind. Hierzu zählen Farbe, Putz, Mauerwerk, Tapete, Holz sowie Textilien (wie zum Beispiel Teppiche und Vorhänge). Auf versiegelten sowie glatten Flächen wie bspw. bei Fliesen, Kunststoff oder Glas sind Ablagerungen auch bei starken Raucherwohnungen nur oberflächlich. Diese können durch konventionelles und gründliches Reinigen mit herkömmlichen Haushaltsmitteln auf Dauer beseitigt werden.

2. Nikotinsperre, Isolierfarbe und Sperrgrundierung mit giftigen Lösemitteln

Bei Isolier- und Absperrfarben nahm man giftige Lösemittel sehr lange wohl wissend in Kauf, obwohl schon seit längerer Zeit auch Absperr- sowie Isolierfarben im Baumarkt verfügbar sind, die auf Wasser basieren. Das liegt daran, dass die Effektivität dieser Nikotinsperren, Nikotinbremsen bzw. Anti-Nikotinfarben, auch Dispersion-Sperrfarben genannt, sich bei professionellen Tapezierern, Malern sowie Sanierern nicht langfristig durchsetzen konnten.

Die Isolations- sowie Absperrwirkung dieser Dispersion-Sperrfarben konnte die Ansprüche von Profis nicht befriedigen. Es bestand ein zu hohes Risiko, dass es erneut zu einer Durchwanderung kommt und damit Reklamationen sowie Nachbesserungen zu erwarten wären.

Hinzu kommen Bedenken bezüglich der enthaltene Lösemittel, welche berechtigt sind, denn von den Lösemitteln können monate- bzw. jahrelang Emissionen ausgehen, die schädlich sind. Die Gefahr durch solche Emissionen sowie die beeinträchtigte Wohnqualität ist teilweise höher, als wenn das Rauchen in der Wohnung fortgeführt werden würde. Schädliche Isolierfarben stellen deshalb keine gute Alternative zum Renovieren einer Raucherwohnung dar.

Bei Nikotinsperren ist allerdings ein Trend zu Produkten zu verzeichnen, die auf Wasser basieren, emissionsarm sowie frei von Lösemitteln sind. Darunter sind auch Isolierfarben, welche von Handwerksbetrieben sowie Profis verwendet werden. Diese besitzen eine dauerhafte Absperrwirkung. Hierzu zählen bspw. Kunstharzemulsionen. Die Produkte schonen nicht nur das Raumklima, sondern auch die Umwelt. Die Verarbeitung ist relativ angenehm, während die Wände in einer Raucherwohnung dauerhaft aufgefrischt werden.

Tipp
Beim Auftragen von Kunstharzfarben, welche als Nikotinsperre fungieren sollen, ist darauf zu achten, dass diese gleichmäßig sowie glatt aufgetragen werden. Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass sämtliche Schadstoffe und Rückstände von Nikotinrauch eingeschlossen werden. Tapete, welche belastet ist, sollte verständlicherweise vor dem Auftragen von Kunstharzfarbe entfernt werden. Ist die Nikotinsperre getrocknet, kann die Nikotinsperre mit einer Farbe Ihrer Wahl überstrichen werden.

Doch die Nikotinsperre besitzt wie alle anderen Isolieranstriche bzw. Absperrfarben einen essenziellen Nachteil. Durch die Nikotinsperre werden die bauphysikalischen Eigenschaften von Decken und Wänden beeinflusst. Der stärkste negative Einfluss liegt darin, dass die Aufnahme- und Wiederabgebefähigkeit von Feuchtigkeit bzw. Wasserdampf beeinträchtigt. Das wirkt sich negativ auf das Raumklima aus.

Eine Sperrschicht, unabhängig für welchen Zweck, verändert unweigerlich den Feuchtehaushalt der Wohnung. Dadurch entsteht ein hohes Schimmelrisiko. Die Bewohner solch einer Wohnung müssen ihr Verhalten an die neuen Bedingungen anpassen, um die Entstehung von Schimmel zu verhindern. Häufiges Lüften und bzw. oder Heizen ist entsprechend durchzuführen.

Möchten Sie trotzdem auf Anti-Nikotin-Farbe setzen, empfehlen wir folgende Vorgehensweise:

  • Schritt 1: Sämtliche an den Wänden und Decken vorhandene Tapete entfernen.
  • Schritt 2: Säubere die Flächen, die unter der entfernten Tapete frei wird. Im schlimmsten Fall müssen Stellen vor anschließenden Arbeiten zuerst geeinigt und anschließend getrocknet werden.
  • Schritt 3: Sie sollten auf den Untergrund achten. Handelt es sich um Wände, welche aus gipshaltigen Fertigputz besteht, schleife diese an, entferne den Staub und bring die lösungsmittelhaltige Grundierung an. Wenn die Wand aus einem Putz, mit normalem Saugverhalten oder Kalkstein besteht, warten Sie das Trocknen ab und tragen die Anti-Nikotin-Farbe auf. Eine Grundierung ist nicht notwendig.
  • Schritt 4: Nach dem die Wand vorbehandelt wurde, können Sie die Anti-Nikotin-Farbe auftragen. Die Farbe hat eine äußerst hohe Deckkraft. Ein Anstrich reicht in der Regel aus. Sind die Nikotinflecken so stark, dann ist ein zweiter Anstrich erforderlich.

3. Einsatz von Ozongeräten bei der Renovierung von Raucherwohnungen

Durch den Einsatz von Ozongeräten wird der in der Luft enthaltene Sauerstoff in Ozon aufgespalten. Ozon besitzt eine oxidierende Wirkung, wodurch die Möglichkeit besteht, dass Gerüche neutralisiert werden. Damit wären die Gerüche auf Dauer beseitigt.

Es werden bei einer Ozonbehandlung auch Keime, wie bspw. Bakterien getötet, die schlechte Gerüche produzieren. Bei einer Ozonbehandlung erfolgt dies nicht nur an Wandflächen, sondern auch an Stellen, die relativ schwer erreichbar sind.

Häufig findet eine Ozonbehandlung in Brandwohnungen Anwendung. Das liegt daran, dass hier hartnäckige Gerüche vorhanden sind. Eine Desinfizierung mit Ozon ist auch bei Raucherautos möglich. Diese werden ebenso vom Geruch des Rauches befreit. Es stehen professionelle Reinigungsfirmen zur Verfügung, die bei Renovierungen bzw. Sanierungen auch Ozongeräte einsetzen. Die Behandlung nimmt in Abhängigkeit des Verunreinigungsgrads sowie der Wohnfläche ca. 1 bis 3 Tage in Anspruch. Diese Maßnahme lohnt sich insbesondere für Vermieter, die sich mit Beschwerden in der Zukunft nicht herumärgern möchten. (Siehe Blog: "Nikotingeruch entfernen: 9 hilfreiche Tipps gegen Rauchgeruch")

4. Die Entfernung von Zigarettengeruch aus Bodenbelägen

Das Ersetzen von Laminat- oder Teppichböden stellt in Raucherwohnungen oftmals die bessere Alternative zu einer Reinigung dar. Das liegt daran, dass der Rauchgeruch sowie die Schadstoffe sehr tief in die Fasern eindringen. Des Weiteren gelangen letztere über Übergänge und Fugen auch meistens unter die Bodenbeläge. Dort erfolgt eine unerreichbare Festsetzung.

Mittels Sprühextraktionsgeräten (spezielle Geräte) können dennoch Rauchgerüche sowie Schadstoffe aus Bodenbelägen entfernt werden. Bei diesem Verfahren wird Reinigungsmittel in Kombination mit Wasser und hohem Druck sehr tief in die Fasern eingesprüht, wodurch sich der Schmutz löst. Anschließend werden Reinigungsmittel, Wasser und der gelöste Schmutz aufgesaugt.

Die Behandlung ist sehr aufwändig und lohnt sich deshalb nur bei Teppich- und Laminatböden, die sehr hochwertig und relativ neu sind. Ist der Linoleum- bzw. Laminatboden stark verschmutzt, empfiehlt es sich diesen zu entfernen und durch einen neuen Boden zu ersetzen.

Tipp
Der Aufwand um eine Raucherwohnung zu renovieren, ist in der Regel höher als gängige Schönheitsreparaturen durchführen zu müssen. Ist der Fall sehr schwer, besteht Schadenersatzanspruch des Vermieters gegenüber dem Mieter. Damit kein Streit entsteht, sollten rauchende Mieter eine Renovierung nach Auszug von einem professionellen Fachbetrieb, welche vertraglich festgehalten wurde, durchführen. Damit vorliegende Schäden rechtssicher dokumentiert werden, empfiehlt es sich, dass sich Vermieter die Meinung eines Fachbetriebs einholen und den Schaden beseitigen lassen.

5. Wie bei einer Raucherwohnung vorzugehen ist

Sind Sie Vermieter und Ihr Mieter hat in der Wohnung vor dem Verlassen geraucht oder sind Sie Mieter und Sie wollen den Nikotingeruch aus Ihrer Wohnung beseitigen lassen, sollten Sie eine professionelle Reinigungsfirma kontaktieren.

Die professionelle Reinigungsfirma wird mit Ihnen gemeinsam die Raucherwohnung besichtigen. Um die erforderlichen Maßnahmen zu planen, ist eine Besichtigung des Istzustandes obligatorisch. Nicht jede Raucherwohnung ist gleich. Die erforderlichen Arbeitsschritte hängen essenziell von der vor Ort festgestellten Stärke der Belastung ab.

Eine entscheidend wichtige Rolle spielen neben der Geruchsbelästigung sowie der Nikotinablagerung auch die Beschaffenheit der Baumaterialien sowie der Fußböden. Bei der Reinigung einer Raucherwohnung gibt es bspw. sehr große Unterschiede zwischen Teppichboden und PVC. Es macht auch einen gewaltigen Unterschied, ob es sich um ein Trockenbau handelt oder ob die Wände massiv verputzt wurden.

Wesentliche Unterschiede in den Arbeitsabläufen ergibt sich auch darin, ob die Wände nur gestrichen wurden oder tapeziert sind.

6. Wie läuft die Nikotinreinigung ab?

Geben Sie uns den Auftrag zur Nikotinreinigung für die im Angebot enthaltene Leistung, werden unsere Spezialisten in der Reinigung von Raucherwohnungen die Arbeit schnellstmöglich aufnehmen. Damit die Nikotinreinigung durchgeführt werden kann, muss die Wohnung nicht nur beräumt sein, sondern sämtliche Gegenstände, die ausgebaut werden müssen, wie zum Beispiel alte Teppiche bzw. Tapeten, müssen entfernt worden sein. Die professionellen Reinigungsfirmen übernehmen aber auch gerne diese Arbeiten.

Anschließend werden sämtliche Einbauteile, wie zum Beispiel Fenster, Heizkörper und Türen ohne Rückstände vom Nikotin mittels eines speziellen Reinigungssystems befreit. Die Einbauteile werden bis in die kleinste Ecke anschließend gereinigt. Herkömmliche Reinigungssysteme reichen für diese Arbeiten nicht aus.

Die innere Reinigung eines Heizkörpers ist ein gutes Beispiel hierfür. Dies stellt für viele eine große Herausforderung dar. Es sollte aber nicht vernachlässigt werden, da der Heizkörper bei der Geruchsentwicklung eine entscheidende Rolle spielt.

Bäder stellen einen weiteren Schwerpunkt bei der Reinigung von Raucherwohnungen dar. Sowohl die Fliesen als auch die Fliesenfugen, aber oft auch Duschkabinen, stellen in Raucherwohnungen oftmals einen schwer in Mitleidenschaft gezogenen Schwerpunkt dar. Auch bei Bädern ist eine spezielle Behandlung notwendig. Eine Lösung bieten hier spezialisiere Reinigungsfirmen, wodurch Wohnungsbesitzer teure Sanierungen vermeiden können.

Vorher - Nikotinablagerung in Küchenschublade

Nikotingeruch aus Küchenschublade entfernen

Nikotingeruch lässt sich nur sehr schwer wirklich nachhaltig entfernen. Bei dieser Küche hatte der Nachmieter Glück. Die Reinigung war schwierig und zeitaufwändig aber sie hat sich gelohnt kann sich sehen lassen.

7. Wie erfolgt die Geruchsneutralisierung

Sie fragen sich, was mit dem Nikotingeruch passiert, nach dem die Nikotinreinigung abgeschlossen ist?

Mit der Reinigung ist der Geruch noch nicht vollständig beseitigt, denn Nikotingeruch ist ziemlich hartnäckig und setzt sich sogar in massiven Bauteilen wie zum Beispiel Putz, Mauerwerk sowie Estrich ab. Damit dieser Geruch vollständig eliminiert und somit Ihre Raucherwohnung geruchsneutral wird, wird nach der Nikotinreinigung noch eine Geruchsneutralisierung durchgeführt.

Hierbei kommen bei professionellen Reinigungsfirmen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. In Abhängigkeit der Intensität des Nikotingeruchs werden unterschiedliche Behandlungen angeboten, die für die Kunden eine nachhaltig optimale sowie zufriedenstellende Lösung anbietet.

8. Die Ozonreinigung

Benötigen Sie eine Ozonreinigung zur Geruchsneutralisation, empfiehlt es sich an einen professionellen Reinigungsanbieter zu wenden. Übrigens werden Ozonreinigungen nicht nur bei Nikotingeruch, sondern auch bei fauligen oder muffigen Gerüchen sowie Verwesungsgerüchen eingesetzt. Der professionelle Reinigungsdienstleister weiß genau, welche kundenorientierte Lösung er zu welchem Geruch einsetzen muss.

Während der langjährigen Erfahrung in der Geruchsneutralisation wurden unterschiedliche Modelle praktisch an vorhandenen Gerüchen getestet. Die Ozonreinigung stellt die sowohl sicherste als auch erfolgreichste Methode zur Geruchsneutralisation dar. Beste sowie überzeugende Ergebnisse werden insbesondere bei harten Fällen und hartnäckigen Gerüchen erreicht.

Durch den Einsatz eines Ozongeräts wird das Ozonmolekül O3, ein Gas, hergestellt. Aus diesem Ozonmolekül wird ein Sauerstoffatom (O2) abgespaltet. Die Geruchsmoleküle führen mit dem Sauerstoffmolekül eine Oxidation durch. Das Ozon, welches nicht genutzt wird, zerfällt von alleine. Als Produkt des Zerfalls bleibt lediglich Sauerstoff übrig.

9. Polster, Fenster, glatte Oberflächen sowie Türrahmen reinigen

Bei der Reinigung einer Raucherwohnung sollte gründlich gearbeitet werden. Möchten Sie sich sichergehen, dass der Nikotingeruch nicht wiederkehrt und die ganzen Giftstoffe ohne Rückstände beseitigt werden, sollten Sie sich an eine professionelle Reinigungsfirma wenden. Diese sollten Sie vollumfänglich bzgl. einer Ozonreinigung bzw. vollständigen Sanierung beraten.

Bei der Reinigung einer Raucherwohnung sollte auf Folgendes noch geachtet werden:

Teppiche und Polster
Wie oben schon erwähnt, stellt das Sprühextraktionsverfahren eine gute Lösung dar, mit dem die Reinigungslösung sehr tief in die Fasern der Teppiche bzw. Polster eindringen können. Ein Sprühextraktionsgerät ist im Baumarkt erhältlich. Es besteht auch die Möglichkeit Sprühextraktionsgeräte zu mieten.

Kunststoff, Fliesen und Keramik
Mithilfe von Allzweckreiniger lassen sich normalerweise glatter Oberflächen sehr gut von den hartnäckigen Nikotinablagerungen befreien.

Laminat und Linoleum
Für den Bodenbelag und seine Fugen stehen leider keine einfachen Lösungen zur Verfügung. Das liegt daran, dass der Nikotinrauch auch durch die Fugen, egal wie klein diese sind, unter das Linoleum bzw. Laminat gelangen kann und sich dort relativ hartnäckig festsetzt. Hier bleibt nur die eine Lösung: Raus mit dem Bodenbelag.

Ist der alte Bodenbelag raus, muss der Untergrund gereinigt werden. Anschließend muss der Untergrund für mindestens 24 Stunden gelüftet werden. Erst dann kann ein neuer Bodenbelag verlegt werden.

10. Türen und Fenster wieder wie neu machen

  • Schritt 1: Bestehen die Tür- bzw. Fensterrahmen aus Holz, müssen diese zuerst mithilfe eines Schleifgeräts abgeschliffen werden
  • Wurde das Holz abgeschliffen, wird eine Grundierungsschicht, welche das Holz schützt, aufgetragen.
  • Ist diese Schicht trocken, wird die grundierte Fläche noch einmal leicht angeschliffen.
  • Anschließend wird der Staub umfänglich entfernt und das Holz mithilfe eines Holzfarblacks gestrichen.

11. Wie werden die Flächen von Türen, Fenster und Heizkörper berechnet?

Falls Sie gerne eine grobe Abschätzung der Kosten haben möchten, können Sie die Flächen selbst ausmessen. Die erste Beratung sowie das Preisangebot erhalten Sie von professionellen Reinigungsunternehmen völlig kostenlos. In diesen Angeboten sind sämtliche Flächen enthalten. (Siehe Blog: "Warum eine Umzugsreinigung sinnvoll ist")

12. Wie wird die vom Nikotin zu befreiende Fläche berechnet?

Es ist egal, ob es sich um Wände, Fenster, Heizkörper, Decken oder Türen handelt, der Preis wird stets über die entsprechende Fläche kalkuliert. Bei der Berechnung gibt es jedoch einiges zu beachten. Bei Decken, Heizkörpern sowie Wänden wird immer einfach gerechnet. Bei Türen und Fenstern erfolgt die Berechnung jeweils pro Seite.

Zum Beispiel wird für eine Tür, die 2 m hoch und 1 m breit ist, die Fläche von einer Seite folgenderweise berechnet: 2 m x 1 m = 2 m².

Wenn die Tür nur auf einer Seite lackiert werden soll, wird auch nur eine Seite berechnet. Wenn beide Seiten bearbeitet werden sollen, werden auch beide Flächen, also 4 m², berechnet.

Bei Fenstern wird stets die vollständige Fläche kalkuliert. Dabei wird auch die Verglasung wie eine konventionelle Fläche behandelt, die lackiert bzw. behandelt werden muss. Deshalb wird die Fläche des Glases übermessen.

13. Ist es möglich, Wände und Decken in einer Raucherwohnung mit normaler Dispersionsfarbe zu streichen?

In der Theorie ist das natürlich möglich. Da Nikotin farblos sowie wasserlöslich ist, würde der Anstrich mit normaler Farbe folgendes bewirken: Die Rauchruckstände würden aufweichen und sich dadurch anlösen. Am Ende würden Sie durch den neuen Anstich durchkommen. Die Wand bzw. Decke würde dieselben Flecken, wie vor dem Anstrich bekommen. Bei Nikotinfarbe wird das Nikotin nach dem anlösen abgebunden, sodass es nicht so stark durch den neuen Anstrich durchdringen kann.



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